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Donnerstag, 15. Mai 2014

Nachricht vom 15.05.2014 | 08:13 MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG: Jahresfehlbetrag 2013 nach vorläufigen Zahlen bestätigt, Bilanzverlust von ca. 28 Mio. Euro aufgrund fehlerhafter Bilanzierung auch in Vorjahren

Nachricht vom 15.05.2014 | 08:13
MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG: Jahresfehlbetrag 2013 nach vorläufigen Zahlen bestätigt, Bilanzverlust von ca. 28 Mio. Euro aufgrund fehlerhafter Bilanzierung auch in Vorjahren


MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG / Schlagwort(e): Sonstiges

15.05.2014 08:13

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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MIFA: Jahresfehlbetrag 2013 nach vorläufigen Zahlen bestätigt,
Bilanzverlust von ca. 28 Mio. Euro aufgrund fehlerhafter Bilanzierung auch
in Vorjahren

- Voraussichtlicher Jahresverlust von ca. 15 Mio. Euro im Geschäftsjahr
2013 (HGB)

- Fehlerhafte Erfassung von Beständen in den vergangenen Geschäftsjahren

- Sanierbarkeit des Geschäfts nach Einschätzung des Vorstands und HERO
gegeben

Sangerhausen, 15. Mai 2014 - Gemäß vorläufiger, noch ungeprüfter HGB-Zahlen
hat die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG ("MIFA", WKN Aktie: A0B95Y,
ISIN Aktie: DE000A0B95Y8) im Geschäftsjahr 2013 wie in der
Ad-hoc-Mitteilung vom 20. März 2014 berichtet einen Jahresfehlbetrag in
Höhe von ca. 15 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse auf Ebene des
Einzelabschlusses lagen im Geschäftsjahr 2013 bei rund 108 Mio. Euro. Vor
dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse rechnet der Vorstand der MIFA für
das erste Quartal 2014 nicht mehr mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

Im Zuge der Untersuchungen durch den Vorstand und Aufsichtsrat der MIFA
wurde festgestellt, dass auch die Abschlüsse der Vorjahre wesentliche
falsche Angaben enthalten. Betroffen hiervon sind die Bilanzposten Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse. Aktuelle Erkenntnisse
ergeben eine kumulierte Bestandsdifferenz in Höhe von ca. 19 Mio. Euro, die
sich aus dem Jahresabschluss 2012 und aus Vorjahren ergibt. Gemeinsam mit
dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 wird dies voraussichtlich zu
einem Bilanzverlust in Höhe von ca. 28 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013
führen.

Der indische Fahrradhersteller Hero Cycles Ltd. ("HERO") sieht auch nach
dem Bekanntwerden des kumulierten Bilanzverlusts aus den vergangenen
Geschäftsjahren weiterhin großes Potenzial in einer strategischen
Partnerschaft mit der MIFA. HERO plant, im Rahmen von Barkapitalerhöhungen
aus genehmigtem Kapital 15 Mio. Euro Eigenkapital in die Gesellschaft zu
investieren. Als Voraussetzung für ihr Investment erwartet HERO jedoch
insbesondere erhebliche Finanzierungsbeiträge der relevanten
Finanzierungspartner der MIFA.

Diesbezüglich bereitet sich der Vorstand der MIFA auf intensive
Abstimmungen mit den relevanten Finanzierungspartnern vor. Auch mit den
Anleihegläubigern soll das Gesamtrestrukturierungskonzept abgestimmt
werden
. Eine Einladung zu einer Gläubigerversammlung wird voraussichtlich
in den kommenden Wochen erfolgen.

Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellt derzeit ein Sanierungsgutachten,
auf dessen Basis weitere Maßnahmen zur künftigen Ausrichtung des operativen
Geschäfts getroffen werden sollen. Das Gutachten wird voraussichtlich im
Juni vorliegen.


Kontakt:

Mark Appoh
cometis AG
Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
Telefon: +49 (611) 205855-21
Fax: +49 (611) 205855-66
E-Mail: appoh@cometis.de

http://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/m...&newsID=801686

Die Bilanzen des Fahrradherstellers MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke sind offenbar schon seit Jahren falsch gewesen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sei im Zuge der Untersuchungen durch Vorstand und Aufsichtsrat festgestellt worden, dass die Abschlüsse der Vorjahre wesentliche falsche Angaben enthielten.


MittelstandsanleiheMIFA-Gläubiger müssen bluten

Die Bilanzen des Fahrradherstellers MIFA sind offenbar schon seit Jahren falsch gewesen. Das Unternehmen ist in Schieflage. Jetzt müssen die Anleihengläubiger zahlen.
© DPAVergrößernMifa steht unter Druck
Die Bilanzen des Fahrradherstellers MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke sind offenbar schon seit Jahren falsch gewesen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sei im Zuge der Untersuchungen durch Vorstand und Aufsichtsrat festgestellt worden, dass die Abschlüsse der Vorjahre wesentliche falsche Angaben enthielten.
Betroffen seien die Bilanzposten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse. Nach aktuellen Erkenntnisse seien die Bestände insgesamt um etwa 19 Millionen Euro falsch bewertet worden. Das betrifft nicht nur den Jahresabschluss 2012, sondern auch die Vorjahre. Gemeinsam mit dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 15 Millionen Euro werde dies voraussichtlich zu einem Bilanzverlust in Höhe von etwa 28 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013 führen. Zum 30.9.2013 hatte MIFA noch einen Bilanzgewinn von 7,66 Millionen Euro ausgewiesen. Das Bilanzergebnis ist der über Jahre kumulierte Gewinn oder Verlust eines Unternehmens.
„Vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse“ rechnet der Vorstand auch nicht mehr, wie im März noch angekündigt, mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das erste Quartal. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel daraufhin um mehr als 12 Prozent bis auf 2,195 Euro.
Treffen dürfte das nicht zuletzt den frühere Chef des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, der mit einem Anteil von rund 20 Prozent zweitgrößter Aktionär der MIFA ist. Maschmeyer hat seinen Anteil seit 2012 allerdings bereits von 33 Prozent angesenkt.
  MIFA FAHRRADWERKE...15.05.2014 12:51 Uhr
Weiter zur Wertpapierdetailseite
Aktueller Kurs2,22 €
Veränderung zum Vortag-0,41 € (-15,70 %)
Volumen heute92,4 Tsd. Stück
52 Wochen Hoch7,50 €
52 Wochen Tief2,20 €
Auch der Kurs der 2013 begebenen und mit 7,5 Prozent verzinsten fünfjährigen Mittelstandsanleihe geriet unter Druck und fiel von 66 bis auf nur noch 38 Prozent der Nominale.
MIFA setzt nun voll auf den indischen Fahrradhersteller Hero Cycles, mit dem das Unternehmen im März eine strategische Partnerschaft angekündigt hatte. Schon vor einigen Tagen machten Gerüchte die Runde, Hero Cycles sei an einer vollständigen Übernahme interessiert. Am Donnerstag vermeldet MIFA nun, das indische Unternehmen wolle auf dem Weg einer Barkapitalerhöhung 15 Millionen Euro in MIFA investieren.
Schlecht sind die Nachrichten aber dennoch für die Gläubiger der 2013 begebenen und mit 7,5 Prozent verzinsten fünfjährigen Mittelstandsanleihe: Hero erwarte als Voraussetzung erhebliche Finanzierungsbeiträge der relevanten Finanzierungspartner der MIFA. Diesbezüglich bereite sich der Vorstand auf intensive Abstimmungen vor und auch mit den Anleihegläubigern soll das Gesamtrestrukturierungskonzept abgestimmt werden. Eine Einladung zu einer Gläubigerversammlung werde voraussichtlich in den kommenden Wochen erfolgen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erstellt derzeit ein Sanierungsgutachten, auf dessen Basis weitere Maßnahmen zur künftigen Ausrichtung des operativen Geschäfts getroffen werden sollen. Das Gutachten wird voraussichtlich im Juni vorliegen.
  MIFA FAHRRADW.IHS...15.05.2014 13:04 Uhr
Weiter zur Wertpapierdetailseite
Aktueller Kurs44,85 
Veränderung zum Vortag-21,15 (-32,05 %)
Volumen heute422,0 Tsd. Stück
52 Wochen Hoch
52 Wochen Tief
Schon am 20. März hatte MIFA überraschend über bevorstehende Bilanzkorrekturen berichtet, aber nur Fehler bei der Verbuchung des Materialaufwands in den Abschlüssen des zweiten und dritten Quartals eingeräumt. Seinerzeit wurde dies im wesentlichen auf ein neu eingeführtes Buchungssystems zurückgeführt. Davon war am Donnerstag nicht mehr die Rede. MIFA hatte damals auch den am Donnerstag bestätigten Jahresverlust von 15 Millionen Euro angekündigt. Beobachter hatten aber schon damals bezweifelt, dass dieser Verlust lediglich auf die eingeräumten Fehlbuchungen zurückzuführen sein könnte und die Probleme bei der Verbuchung der  Bestände vermutet.
Der langjährige Alleinvorstand Peter Wicht, in dessen Ägide die zweifelhaften Abschlüsse fallen, ist seit dem 20.März nicht mehr in der Verantwortung. Angeführt wird eine Erkrankung. Zunächst war ihm Hans-Peter Barth als neuer Finanzvorstand und kommissarischem Vorstandsvorsitzenden an die Seite gestellt worden. Mitte April trat Wicht dann gleichfalls „aus gesundheitlichen Gründen“ zurück.

Einst gutes Rating lockte viele Anleger

Schon damals waren die Kurse der Aktie und der Anleihe stark gefallen. Notierte die Aktie am 19.März noch bei 6,59 Euro, war sie sechs Tage später noch nicht einmal mehr die Hälfte wert. 
Noch härter traf es die Inhaber der Anleihe. Diese war von der Rating-Agentur Feri mit der vergleichsweise guten Note „BBB-„ bewertet worden und war sehr gefragt. Am 19. März wurde sie noch mit mehr als 105 Prozent der Nominale bezahlt, tags darauf nur noch mit 70 Prozent. Jetzt sind es noch rund 40 Prozent und angesichts der in Aussicht gestellten „erheblichen Finanzierungsbeiträge der relevanten Finanzierungspartner“ ist fraglich, ob den Gläubigern so viel bleiben wird. Die bisherigen Erfahrungen aus den mittlerweile 14 Fällen von Insolvenzen und Restrukturierungen bei Mittelstandsanleihen sprechen dagegen. Die Rating-Agentur Feri hat das Rating von MIFA nach den Entwicklungen im Frühjahr die Note um sechs Stufen auf „B-“ gesenkt.
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Schlecht sind die Nachrichten aber dennoch für die Gläubiger der 2013 begebenen Mittelstandsanleihe: Hero erwarte als Voraussetzung erhebliche Finanzierungsbeiträge der relevanten Finanzierungspartner der MIFA. Diesbezüglich bereite sich der Vorstand auf intensive Abstimmungen vor und auch mit den Anleihegläubigern soll das Gesamtrestrukturierungskonzept abgestimmt werden. Eine Einladung zu einer Gläubigerversammlung werde voraussichtlich in den kommenden Wochen erfolgen.


MittelstandsanleiheMIFA-Gläubiger müssen bluten

Die Bilanzen des Fahrradherstellers MIFA sind offenbar schon seit Jahren falsch gewesen. Das Unternehmen ist in Schieflage. Jetzt müssen die Anleihengläubiger zahlen.
© DPAVergrößernMifa steht unter Druck
Die Bilanzen des Fahrradherstellers MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke sind offenbar schon seit Jahren falsch gewesen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sei im Zuge der Untersuchungen durch Vorstand und Aufsichtsrat festgestellt worden, dass die Abschlüsse der Vorjahre wesentliche falsche Angaben enthielten.
Betroffen seien die Bilanzposten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse. Nach aktuellen Erkenntnisse seien die Bestände insgesamt um etwa 19 Millionen Euro falsch bewertet worden. Das betrifft nicht nur den Jahresabschluss 2012, sondern auch die Vorjahre. Gemeinsam mit dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 15 Millionen Euro werde dies voraussichtlich zu einem Bilanzverlust in Höhe von etwa 28 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013 führen. Zum 30.9.2013 hatte MIFA noch einen Bilanzgewinn von 7,66 Millionen Euro ausgewiesen. Das Bilanzergebnis ist der über Jahre kumulierte Gewinn oder Verlust eines Unternehmens.
„Vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse“ rechnet der Vorstand auch nicht mehr, wie im März noch angekündigt, mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das erste Quarta.
MIFA setzt nun voll auf den indischen Fahrradhersteller Hero Cycles, mit dem das Unternehmen im März eine strategische Partnerschaft angekündigt hatte. Schon vor einigen Tagen machten Gerüchte die Runde, Hero Cycles sei an einer vollständigen Übernahme interessiert. Am Donnerstag vermeldet MIFA nun, das indische Unternehmen wolle auf dem Weg einer Barkapitalerhöhung 15 Millionen Euro in MIFA investieren.
Schlecht sind die Nachrichten aber dennoch für die Gläubiger der 2013 begebenen Mittelstandsanleihe: Hero erwarte als Voraussetzung erhebliche Finanzierungsbeiträge der relevanten Finanzierungspartner der MIFA. Diesbezüglich bereite sich der Vorstand auf intensive Abstimmungen vor und auch mit den Anleihegläubigern soll das Gesamtrestrukturierungskonzept abgestimmt werden. Eine Einladung zu einer Gläubigerversammlung werde voraussichtlich in den kommenden Wochen erfolgen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erstellt derzeit ein Sanierungsgutachten, auf dessen Basis weitere Maßnahmen zur künftigen Ausrichtung des operativen Geschäfts getroffen werden sollen. Das Gutachten wird voraussichtlich im Juni vorliegen.
Am 20. März hatte MIFA überraschend einen Jahresverlust von 15 Millionen Euro sowie die Erkrankung des bis dahin allein für die Geschäfte verantwortlichen Alleinvorstands Peter Wicht angekündigt und einen neuen Finanzvorstand und kommissarischen Vorsitzenden, Hans-Peter Barth, berufen. Vier Wochen später trat Wicht „aus gesundheitlichen Gründen“ zurück.
MIFA hatte im August 2013 eine mit 7,5 Prozent verzinste Mittelstandsanleihe begeben, die von der Rating-Agentur Feri mit der vergleichsweise guten Note „BBB-„ bewertet worden war. Feri hatte nach den Entwickjlungen im Frühjahr die Note um sechs Stufen auf „B-“ gesenkt.
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Mittwoch, 14. Mai 2014

MIFA – Hero peilt Mehrheit an maschmeyer kommt mit blauem Auge dav on

Zitat Zitat von BidiBondi Beitrag anzeigen
Hier hat nicht zufällig jemand ein Platow Abo?

Die haben heute einen Bericht mit der Überschrift "MIFA – Hero peilt Mehrheit an " in ihrer aktuellen Ausgabe.
Anscheinend steigt augrund dieser Meldung die Anleihe heute morgen früh so stark.
Hier der Text:

MIFA – Hero peilt Mehrheit an
maschmeyer kommt mit blauem Auge dav on
■ Der
ostdeutsche Fahrradhersteller MIF A, dessen Aktienkurs sich
nach möglichen Bilanzfälschungen und der Zurücknahme des
Gewinnziels seit Anfang März auf 2,22 Euro gedrittelt hat,
kann aufatmen. Wie wir hören, plant die indische Hero Cycles
offenbar eine Komplettübernahme von MIFA, langfristig evt.
sogar ein Delisting. Der weltgrößte Fahrradhersteller, dessen
Vertreter in der letzten Woche in Frankfurt waren, wollte ursprünglich
nur einen Minderheitsanteil an MIFA übernehmen,
um sich Zugriff auf deren technisches Know how zu sichern.
Geplant ist jetzt eine Restrukturierungskapitalerhöhung zu
angeblich gut 3 Euro je Aktie, bei der aber kein Übernahmeangebot
an die freien Aktionäre gemacht werden muss.
Den 24%-Anteil des im Frühjahr geschassten Ex-Chefs Peter
Wicht haben die Inder offenbar schon sicher. Nicht verkaufen
wird hingegen Carsten Maschmeyer. Der AWD -Gründer, der
direkt 21% an MIFA hält, war Ende 2010 bei Kursen um rund
4 Euro eingestiegen. Sollte bei MIFA tatsächlich Bilanzbetrug
vorliegen, erwägt Maschmeyer angeblich sogar Klage auf
Schadensersatz. Erfolgreich war er damit zuletzt bei einem
Fonds von Safra Sarasin. Das Schweizer Bankhaus hat gerade
wegen hoher Rückstellungen einen Verlust gemeldet.

Dienstag, 13. Mai 2014

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung werden auch mögliche Auswirkungen auf die Finanzierung der MIFA untersucht. Mit Blick auf die im August 2013 begebene Unternehmensanleihe sowie bestehenden Bankkredite ist nicht auszuschließen, dass eine oder mehrere der in den Anleihe- und Kreditbedingungen festgehaltenen Financial Covenants im Geschäftsjahr 2013 nicht eingehalten werden können. Daraus könnte ein Sonderkündigungsrecht der Anleger resultieren. Sollte dieser Fall eintreten, beabsichtigt die Gesellschaft eine Versammlung der Anleihegläubiger einzuberufen, um über eine entsprechende Änderung der Anleihebedingungen abzustimmen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in diesem Fall weitere Refinanzierungsmöglichkeiten prüfen.

MIFA erweitert Vorstand und gibt voraussichtlichen Jahresfehlbetrag bekannt

Sangerhausen, 20. März 2014 - Der Aufsichtsrat der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (WKN Aktie: A0B95Y, ISIN Aktie: DE000A0B95Y8) hat den Vorstand erweitert und Herrn Hans-Peter Barth am heutigen Donnerstag mit sofortiger Wirkung und zunächst bis zum Jahresende zum Vorstand für Finanzen und Verwaltung bestellt. Herr Barth ist Wirtschaftsprüfer und hatte in der Vergangenheit Vorstandsfunktionen bei Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften inne. Daneben übernimmt Herr Barth bis auf Weiteres die Funktionen des bisherigen Alleinvorstands Peter Wicht. Herr Wicht steht der Gesellschaft derzeit krankheitsbedingt nicht zur Verfügung.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung hat die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG nach vorläufigen Schätzungen einen voraussichtlichen Jahresfehlbetrag nach HGB von etwa 15 Mio. Euro erzielt. Der Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf nicht eingetroffene Umsatzerwartungen im Geschäftsjahr 2013 zurückzuführen. Im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Buchungssystems im zweiten Quartal 2013 wurde das Vorratsvermögen buchhalterisch falsch erfasst. Dadurch wurde der Materialaufwand bereits in den Quartalsabschlüssen für das zweite und dritte Quartal 2013 zu niedrig ausgewiesen. Da MIFA keine unterjährige Inventur durchführt, hat das Unternehmen die Fehlbuchungen erst im Zuge der Jahresabschlusserstellung erkannt.

Der Aufsichtsrat der MIFA wird den Sachverhalt sowie dessen konkrete Auswirkungen auf den Konzernabschluss gegebenenfalls unter Hinzuziehung von externen Sachverständigen intensiv prüfen. Dadurch werden sich die Fertigstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für 2013 verzögern. Die Abschlüsse werden daher nicht wie geplant am 15. April 2014, sondern voraussichtlich erst im Juni vorliegen.

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung werden auch mögliche Auswirkungen auf die Finanzierung der MIFA untersucht. Mit Blick auf die im August 2013 begebene Unternehmensanleihe sowie bestehenden Bankkredite ist nicht auszuschließen, dass eine oder mehrere der in den Anleihe- und Kreditbedingungen festgehaltenen Financial Covenants im Geschäftsjahr 2013 nicht eingehalten werden können. Daraus könnte ein Sonderkündigungsrecht der Anleger resultieren. Sollte dieser Fall eintreten, beabsichtigt die Gesellschaft eine Versammlung der Anleihegläubiger einzuberufen, um über eine entsprechende Änderung der Anleihebedingungen abzustimmen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in diesem Fall weitere Refinanzierungsmöglichkeiten prüfen.

MIFA hat deutliche Fortschritte bei der geplanten strategischen Partnerschaft mit der indischen HERO Cycles Ltd. ("HERO") erzielt. MIFA hat heute eine Absichtserklärung mit HERO unterzeichnet, die eine Eigenkapitalbeteiligung von HERO in Höhe von 15 Mio. Euro vorsieht. Dies und weitere Einzelheiten der Transaktion stehen unter dem Vorbehalt einer abschließenden Due Diligence und Verträgen, zu denen die Parteien in fortgeschrittenen Verhandlungen stehen. Neben einer Eigenkapitalbeteiligung beinhaltet die strategische Partnerschaft eine umfassende Kooperation zwischen MIFA und HERO in den Bereichen Beschaffung und Produktentwicklung, insbesondere bei Elektrofahrrädern und -antrieben. Rechtsverbindliche Vereinbarungen mit HERO werden innerhalb der nächsten Wochen erwartet.

Für das erste Quartal 2014 erwartet MIFA ein ausgeglichenes Ergebnis. Eine belastbare Aussage für das Gesamtjahr 2014 kann die Gesellschaft erst nach Aufarbeitung des Jahresfehlbetrags geben. Das Unternehmen verfügt über ausreichende Liquidität für das laufende Geschäft. 

<Ende der Ad-hoc-Mitteilung>

Nach Worten des Anleihe-Experten Gerhard Mayer von der KFM Deutsche Mittelstand AG könnten Gläubiger womöglich eine vorzeitige Auszahlung fordern, wenn beispielsweise die Eigenkapitalquote unter 25 Prozent rutscht.

Wirtschaft
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Vorlesen

Fahrradbauer aus SangerhausenMifa bangt um Anleger nach Millionen-Verlust

 Uhr | Aktualisiert 21.03.2014 20:45 Uhr
Spezielle Fahrräder für Briefzusteller werden in der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in Sangerhausen produziert.  (BILD: DPA/ARCHIV)
VON 
Der Millionen-Verlust des Fahrradbauers Mifa schickt die Aktie des Unternehmens aus Sangerhausen weiter auf Talfahrt. Nach Firmenangaben besteht für die Anleger nun möglicherweise ein Sonderkündigungsrecht.
SANGERHAUSEN/MZ. 
Wenn der Aktienkurs der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG (Mifa) das Barometer für die künftige Firmenentwicklung ist, dann stehen dem Sangerhäuser Unternehmen schwere Zeiten bevor. Seit der Fahrradhersteller am Donnerstagmorgen unerwartet einen voraussichtlichen Verlust von 15 Millionen Euro für das Jahr 2013 bekannt gab, hat die Aktie in nur zwei Tagen knapp die Hälfte an Wert verloren.

Fehlerhafte Bilanzen

Das Unternehmen teilte mit, dass die Bilanzen der vergangenen Monate, als Mifa noch deutliche Gewinne auswies, offenbar fehlerhaft waren. Durch Fehler in einem neuen Buchungssystem sei der Aufwand für das Material im zweiten und dritten Quartal zu niedrig ausgewiesen worden, so ein Sprecher. Warum dies nicht früher auffiel, ist unklar. Der Aufsichtsrat setzte mit sofortiger Wirkung den Wirtschaftsprüfer Hans-Peter Barth als Vorstand ein. Der bisherige Alleinvorstand und Hauptaktionär Peter Wicht ist erkrankt.
Mifa
Die Wurzeln des Fahrrad-Hersteller reichen bis 1907 zurück.  (BILD: DPA)
Brisant dürfte für Deutschlands absatzstärksten Fahrrad-Hersteller jedoch nicht nur das Zustandekommen des Verlustes sein, sondern auch die Folgen für eine Unternehmensanleihe. Anstatt einen Kredit etwa bei einer Bank aufzunehmen, legte Mifa im August 2013 eine Anleihe in Höhe von 25 Millionen Euro auf. Nach Angaben von Mifa sei „nicht auszuschließen, dass eine oder mehrere der in den Anleihe- und Kreditbedingungen festgehaltenen Financial Covenants im Geschäftsjahr 2013 nicht eingehalten werden können. Daraus könnte ein Sonderkündigungsrecht der Anleger resultieren.“ Der neue Mifa-Vorstand Barth versucht gleichzeitig die Anleger zu beruhigen: Die Mifa erwarte aufgrund der soliden Situation im laufenden Geschäft „keine Beeinträchtigungen der im August fälligen Zinszahlungen für die ausstehende Anleihe“. Nach Worten des Anleihe-Experten Gerhard Mayer von der KFM Deutsche Mittelstand AG könnten Gläubiger womöglich eine vorzeitige Auszahlung fordern, wenn beispielsweise die Eigenkapitalquote unter 25 Prozent rutscht.

Strategische Partnerschaft mit indischem Fahrradbauer Hero Cycles

Aus Mayers Sicht sind die Probleme sicher lösbar. Das Unternehmen habe am Kapitalmarkt aber durch die anfallenden Verluste und die Bilanzfehler viel Vertrauen verloren. „Künftig wird es für die Mifa sicher sehr viel schwerer, sich frisches Kapital bei Anlegern oder Banken zu besorgen“, sagte der Anleihe-Experte. Positiv sei zu bewerten, dass der Fahrradbauer mit dem ehemaligen AWD-Chef Carsten Maschmeyer einen starken Großaktionär besitzt.
Um entstandene Verluste aufzufangen, setzt Mifa auf eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Fahrradbauer Hero Cycles. Dieser hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, 15 Millionen Euro Eigenkapital für Mifa bereitzustellen. „Dies ist ein starkes Zeichen, dass Hero auf Mifa setzt“, sagte ein Firmensprecher. Wann Hero möglicherweise neuer Großaktionär wird, ist unklar.

Mittelständler MifaMaschmeyers Fahrradunfall von Björn Menzel Quelle: Handelsblatt Online Der mittelständische Fahrradhersteller Mifa war jahrelang ein erfolgsverwöhntes Unternehmen. Nun finden sich in der Bilanz Millionenverluste – doch Miteigentümer Carsten Maschmeyer glaubt weiterhin an sein Investment.

Mittelständler MifaMaschmeyers Fahrradunfall

von Björn Menzel Quelle: Handelsblatt Online
Der mittelständische Fahrradhersteller Mifa war jahrelang ein erfolgsverwöhntes Unternehmen. Nun finden sich in der Bilanz Millionenverluste – doch Miteigentümer Carsten Maschmeyer glaubt weiterhin an sein Investment.
Erfolgsgeschichte aus dem Osten der Republik: der Fahrradhersteller Mifa.
Erfolgsgeschichte aus dem Osten der Republik: der Fahrradhersteller Mifa.
LeipzigEigentlich war der ostdeutsche Fahrradhersteller Mifa positive Nachrichten gewohnt. Das änderte sich in einer Nacht Mitte März vor zwei Jahren. Die Mitarbeiter der Nachtschicht legten kurzentschlossen Schraubenzieher und Inbussschlüssel beiseite.
Die Fahrradproduktion bei Mifa musste gestoppt werden. In einem wilden Streik kämpften die Angestellten für mehr Geld. Mit Erfolg: Sie erhielten noch in derselben Nacht eine Zusage für ein Lohnplus von 150 Euro pro Monat.
Ein höheres Bruttogehalt für Saisonkräfte aus Polen hatte zuvor zum Unmut der Stammbelegschaft geführt. Der Streik war ein erstes Zeichen dafür, dass beim traditionsreichen Zweiradproduzenten doch nicht alles rund läuft.
Bis zu jener Nacht vor zwei Jahren ging es für das mittelständische Fahrradwerk Mifa im sachsen-anhaltischen Sangerhausen fast immer nur bergauf. Zwei Unternehmer erwarben die 1907 gegründete Firma 1996 von der Treuhand und führten es acht Jahre später an die Börse. Der Umsatz überstieg die 100-Millionen-Euro-Marke, mehr als 600.000 Fahrräder verkaufte das Unternehmen im Jahr – deutschlandweit spitze.
750 Angestellte machten Mifa zu einem Vorzeigebetrieb im Landkreis Mannsfeld-Südharz, in dem gute Nachrichten aus der Wirtschaft Seltenheitswert haben. Eine Erfolgsgeschichte. Zu den besten Zeiten im Jahr 2004 kostete eine Aktie des Fahrradherstellers 9,50 Euro.
2011 stieg auch Carsten Maschmeyer ein. Der einstige AWD-Eigentümer und Milliardär verlieh dem Unternehmen als größter Einzelaktionär gar einen gewissen Glamour. Mehr als 20 Millionen Euro soll sein Aktienpaket wert gewesen sein.

Die Belegschaft ist verunsichert und schweigt
Nun hat der Verlobte von Schauspielerin Veronica Ferres jedoch einige Gründe, sein Investment zu bereuen. Mifa musste im März ein Finanzloch gestehen, auch wenn die Bilanz für 2013 frühestens im Juni vorgelegt werden kann. 15 Millionen Euro habe der Verlust im vergangenen Jahr betragen. Fehler in der Buchhaltung, gestiegene Kosten sowie nicht eingetretene Umsatzerwartungen werden als Gründe genannt.
Laut den aktuellsten Zahlen verkaufte Mifa im ersten Halbjahr 2013 nur noch 395.000 Fahrräder, elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dank hochpreisiger E-Bikes stieg zwar trotzdem der Umsatz. Dennoch: Die Lage ist angespannt.
In kürzester Zeit musste der alleinige Vorstand Peter Wicht seinen Stuhl „aus gesundheitlichen Gründen“ räumen. Neben Hans-Peter Barth kümmert sich nun Stefan Weniger um die Geschäfte. Der eine soll das operative Geschäft lenken, der andere die Firma sanieren.
Wie es mit dem Mittelständler weitergeht, ist unklar. Denn wie schlimm es wirklich um das Unternehmen steht, wissen noch nicht einmal die neuen Geschäftsführer. Mithilfe der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY wollen die zwei sich bis Ende Juni erst einmal einen Überblick verschaffen und ein Sanierungsgutachten erstellen, wie Weniger Handelsblatt Online mitteilt.
Erst dann könnten Aussagen zum zukünftigen Geschäft der Zweiradschmiede getroffen werden. Schon jetzt könne er jedoch sagen, dass die Prozesse bei der Herstellung in Zukunft effizienter werden müssen. Das klingt nicht wie ein gutes Signal an die Mitarbeiter. Effizienz wird oft damit erreicht, indem Arbeiter entlassen und Löhne gekürzt werden.
Öffentlich reden möchten die Mifa-Angestellten nicht. Es solle erst einmal wieder Ruhe einkehren, ist zu vernehmen. Es dürfe kein weiteres Öl ins Feuer gegossen werden und es gebe die Erwartung an das Management, dass es mit dem Betrieb weitergeht.
Eine gewisse Unsicherheit sei natürlich in der Belegschaft vorhanden. „Diese gibt es allerdings bereits seit der nächtlichen Streikaktion“, sagt die Chefin des zuständigen IG-Metall-Bezirkes, Almut Kapper-Leibe, im Gespräch mit Handelsblatt Online.

Maschmeyer will Aktien halten
Die Arbeitsniederlegung war so etwas wie die Initialzündung zur Gründung eines Betriebsrates. Den gab es bis dahin gar nicht. Ein Jahr später formierte sich dann das 13-köpfige Gremium. Er befinde sich noch immer im Aufbau und werde in der jetzigen Situation von der IG Metall unterstützt, sagt die Gewerkschafterin.
Kurzfristig hilft dem taumelnden Unternehmen erstmal die öffentliche Hand mit einer seltenen Aktion. Denn 750 weitere Arbeitslose hätten der Region nicht gut zu Gesicht gestanden. Der Kreistag suchte nach einer Lösung. Ein kruder Vorschlag, der dabei diskutiert worden sein soll: Der Landkreis könnte doch jede Menge Fahrräder kaufen.
Schlussendlich einigten sich die Parlamentarier am 12. April, einem Samstag, auf einen seltenen Deal. Der Kreis kauft dem Unternehmen eine Zeit lang Betriebsgrundstücke für einmalig 5,7 Millionen Euro ab und kassiert im Gegenzug eine Miete dafür.
Das Kuriose dabei: Es habe beim Kauf keine weiteren Bedingungen an das Unternehmen gegeben, sagt Landkreis-Sprecher Uwe Gajowski Handelsblatt Online. Mit der Maßnahme sollten Arbeitsplätze gesichert werden. Ob das klappt, ist indes noch ungewiss.
Carsten Maschmeyer glaubt indes weiter an das Unternehmen. Dabei pendelte die Aktie in diesem Jahr nur noch um 6,50 Euro und verlor nach den negativen Finanzbotschaften im März mehr als die Hälfte ihres Wertes. Der Investor steht weiterhin zum Unternehmen. „Wir glauben an das Unternehmen, werden uns vollumfänglich für die Gesellschaft einsetzen, und werden keine Aktien verkaufen“, sagt Maschmeyer zu Handelsblatt Online. „Wir glauben langfristig an steigende Kurse.“
Außerdem begrüßt er eine strategische Partnerschaft, die Mifa nun mit dem indischen Weltmarktführer Hero Cycles bekommt. „Hero Cycles hat ganz aktuell eine bindende Vereinbarung über ein neues Investment von 15 Millionen Euro unterzeichnet“, sagt der Investor. Damit wäre das Finanzloch, sollte es sich nicht vergrößern, vorerst gestopft.